Welche Gebühren fallen bei Schweizer Crowdfunding-Plattformen an?

Crowdfunding hat sich in der Schweiz in den letzten Jahren zu einer beliebten Finanzierungsoption für Start-ups, kreative Projekte und soziale Initiativen entwickelt. Immer mehr Menschen nutzen Plattformen wie Wemakeit, Swisspeers oder Crowdify, um ihre Projekte zu realisieren. Doch bevor man ein Projekt startet, ist es entscheidend, die anfallenden Gebühren zu kennen. Gebühren können den finanziellen Erfolg eines Projekts maßgeblich beeinflussen. In diesem Artikel erklären wir, welche Kosten bei Schweizer Crowdfunding-Plattformen entstehen und worauf man achten sollte. 

Crowdfunding in der Schweiz: Ein Überblick 

Crowdfunding in der Schweiz funktioniert ähnlich wie in anderen Ländern, unterscheidet sich aber in einigen Punkten. Die bekanntesten Modelle sind Spendenbasiertes CrowdfundingBelohnungsbasiertes Crowdfunding und Eigenkapitalbasiertes Crowdfunding. Jede Plattform hat ihre eigenen Gebührenstrukturen, die von der Art des Projekts, der gewählten Zahlungsabwicklung und der Plattform selbst abhängen. 

Plattformgebühren bei Schweizer Crowdfunding-Anbietern 

Die meisten Schweizer Plattformen erheben eine Provisionsgebühr auf das gesammelte Kapital. Diese liegt üblicherweise zwischen 5% und 8%, abhängig vom Anbieter und dem gewählten Finanzierungsmodell. Dazu kommen Zahlungsgebühren für Kreditkarten oder Online-Zahlungssysteme, die oft zwischen 2% und 3% betragen. 

Wemakeit, als eine der bekanntesten Plattformen in der Schweiz, verlangt beispielsweise 5% Provision plus Zahlungsgebühren, während kleinere Plattformen wie Crowdify etwas flexiblere Modelle anbieten. Es ist wichtig, diese Gebühren im Voraus zu kalkulieren, um sicherzustellen, dass das Projektziel finanziell erreichbar bleibt. 

Zusätzliche Kosten und versteckte Gebühren 

Neben den Grundgebühren können zusätzliche Kosten auftreten. Dazu zählen Marketingservices der Plattform, rechtliche Prüfungen oder Währungsumrechnungen bei internationalen Unterstützern. Manche Plattformen bieten optionale Dienstleistungen wie professionelle Videoproduktion oder Social-Media-Promotion an, die extra kosten. Projektstarter sollten diese zusätzlichen Ausgaben genau prüfen, um Überraschungen zu vermeiden. 

Tipps zur Minimierung der Gebühren 

Um die Gebührenbelastung zu reduzieren, lohnt es sich, mehrere Plattformen zu vergleichen. Zudem kann die Nutzung direkter Banküberweisungen oder die Bündelung von Unterstützern über eigene Netzwerke die Zahlungsgebühren senken. Transparente Planung und genaue Budgetierung sind entscheidend, damit das Projekt trotz Gebühren erfolgreich umgesetzt werden kann. 

Fazit 

Crowdfunding Schweiz ist eine attraktive Möglichkeit, Projekte schnell und effizient zu finanzieren. Allerdings fallen immer Plattform- und Zahlungsgebühren an, die zwischen 5% und 10% des gesammelten Kapitals liegen können. Zusätzliche Kosten wie Marketingservices oder Währungsumrechnungen sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Wer diese Gebühren kennt und sorgfältig plant, kann sein Crowdfunding-Projekt erfolgreich realisieren, ohne finanzielle Überraschungen zu erleben. 

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